#BleibDu “Ist dick gleich fett?” (Das Mädchen aus der ersten Reihe – Jana Crämer)

Ist dick gleich fett?

Bevor ich mich dieser Frage stelle, müssen wir ja erst mal rausfinden, was ist “dick” und was ist “fett”.
Es gibt diesbezüglich keine “vorgefertigten” Definitionen. Daher stelle ich mir die Frage, woran wollen
wir es dann fest machen? Ab wann ist jemand dick?

Wenn wir 100 Menschen fragen, bin ich mir sicher, dass wir mindestens 80 unterschiedliche Antworten bekommen würden.
Vermutlich sogar 100. Denn jeder interpretiert dick/fett anders. Hilft uns das weiter? Nein.

Daher habe ich mal im medizinischen Bereich geforscht und bin auf den – vermutlich uns allen bekannten – BMI gestoßen. BMI steht für Body Maß Index und erberechnet sich wie folgt:

BMI = Körpergewicht [kg] / (Körpergröße [m])²

Der BMI lässt sich dann, medizinisch gesehen, in verschiedene Rubriken einteilen.
Eine kleine Aufstellung mit allem AB “Normalgewicht” habe ich für euch mal von der Techniker Krankenkasse abgeschrieben.
(Hinweis: Es gibt das Ganze auch mit Abstufungen nach “unten”. Hier spricht man dann von Untergewicht.

Bezeichnung BMI Wert
Normalgewicht 18,5 – 24,9
Präadipositas/Übergewicht 25,0 – 29,9
Adipositas Grad I 30,0 – 34,9
Adipositas Grad II 35,0 – 39,9
Adipositas Grad III alles ab 40

Aber ab wann gilt man dann als “fett”?
Ab Adipositas Grad I, II oder III oder sogar schon in der Präadipositas?
Meiner Meinung nach gibt es nur eine Antwort: NIE!
Denn die Aussage “Du bist fett” ist verletzend. Jeder, der diesen Satz schon einmal hören musste, weiss das ganz genau.
Wurde das schon mal zu euch gesagt? Wie ging es euch damit?

Es tut weh. Es bohrt sich wie ein Stachel in dein Herz und ich kann hier nur für mich sprechen, auch wenn man nach Außen hin “hart” und unverletzt wirkt, trifft es einem tief im Inneren immer.
Natürlich tut es auch weh, wenn jemand sagt “Du bist dick”. Aber meiner Meinung nach ist das nicht so verletzend wie “fett”.  Denn grundsätzlich stimmt es ja.

Woher kommt das?
Obwohl ich recherchiert habe, fand ich kein befriedigende Antwort. Ich glaube wir assoziieren mit der Bedeutung “fett sein” einfach viel
mehr negative Aspekte und diese lösen starke negative Empfindungen aus. Sie schmerzen uns und zerschmettern unser, meist eh angeknackstes, Selbstbewusstsein noch mehr.

Grundsätzlich müsste man sagen: “Du bist übergewichtig”, denn so heißt es nun mal wirklich. Aber dennoch kommt man mit der Aussage “Du bist dick” besser zurecht. Denn man weiß ja selber, wenn man mehr wiegt, als man sollte. Aber was ist denn eigentlich “Normalgewicht”.
Die BMI Spanne zeigt ganz klar, auch hier gibt es kein festgelegtes Gewicht. Die Spanne ist vorhanden und genau das ist auch das, was ich gerne jedem mit auf dem Weg geben will. Du hast ein paar Kilos zu viel und fühlst dich wohl?! Dann ja, steh zu dir. Liebe dich selbst und strahle das auch aus. Das Wichtigste ist doch, dass du dich wohlfühlst und es dir gut geht. Aber was ist wenn man so 25, 30 oder mehr Kilos “zu viel” auf die Waage bringt? Hier kann und will ich nicht für andere sprechen. Aber für mich selber kann ich sagen, ich habe mir oft eingeredet, dass es doch gar nicht so schlimm ist. Aber fühle ich mich wirklich wohl? Nein. Fällt mir Treppensteigen und rumtoben mit meinem Sohn leicht? Nein. Kann ich was daran ändern? Ja. Das geht aber nur, weil ICH es will. Weil ich mich nicht gut fühle und weil ich es für mich mache.

Ich habe das Glück, dass ich nirgends deswegen gemobbt werde, sondern auf meinem neuen Weg unterstützt werde. Aber nicht jedem geht es so gut. Besonders übergewichtige Kinder/Jugendliche leiden, meiner Meinung, noch mehr.

Denn besonders Kinder in ihrer Unbedachtheit sind manchmal sehr direkt. Hier sollten, meiner Meinung nach, die
Erziehungsberechtigten eingreifen und dem Kind Hilfestellung geben und ihm erklären, wieso eine Aussage wie “du bist fett” den anderen verletzt und ihm weh tut.

Bei Jugendlichen ist es dahin gehend schwieriger. Wieso?
Weil sie sich oft nichts mehr sagen lassen und weil die Social Medias ihr “übriges” dazu tun. Denn ist man nicht so, wie die Vorgabe, dann hat man meist ein Problem. (Einen tollen Beitrag dazu findet ihr bei Kerstin von Booknerds by Kerstin.)

Aber was passiert, wenn man nicht der “Norm” entspricht?
Mobbing in Form von Sticheleien, Lästereien, öffentliches “Fertig” machen, usw.

Was kann so ein Verhalten auslösen?
– psychische Störungen
– Essstörungen (Magersucht, Bulemie oder Fresssucht sind Beispiele dafür)
– Angststörungen
– vermindertes bis gar kein Selbstbewusstsein
– Depressionen bishin zu Selbstmordgedanken
– usw.

Auch hier gibt es viele Varianten und Ausprägungen. Natürlich weiß ein übergewichtiger Mensch, dass er Übergewicht hat, aber es ist nicht so einfach von den Kilos runter zu kommen. Man hört oft, du musst nur wollen. Aber von wem kommt das? Meist von Menschen, die keine Gewichtsprobleme haben oder noch nie hatten. Ja, ich weiß, einige meinen es nur gut, aber es hilft einem nicht. Viel besser ist Unterstützung und die Aussage “Ich mag dich, wie du bist. Ich bin für dich da.” Zu zeigen, dass Äußerlichkeiten egal sind. Das Selbstbewusstsein des anderen stärken.

Aber um zu unserer Ausgangsfrage zurück zu kehren:
“Ist dick gleich fett?” – Nein. Denn sage nie jemanden, dass er “fett” ist und merke dir, dass einen Menschen viel mehr ausmacht als nur sein Äußeres. Charakter, Persönlichkeit, Werte, Intelligenz – all das sind die Dinge, die wirklich zählen. Nicht ob man Kleidergröße XS, M oder XXXL hat. Sehr schön zeigt das auch Jana Crämer in “Ein Mädchen aus der ersten Reihe: Unzensiert.” Eine Geschichte, die jedem von uns passieren könnte. Eine Geschichte darüber, dass Aussehen nicht alles ist. Ein Buch, dass uns zeigt, dass man manchmal an seine Träume glauben sollte und das sie durchaus wahr werden können. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass viele Menschen eine Maske tragen und sich hinter einem “perfekten Äußeren” verstecken. Die Autorin hat den Mut, unschöne Wahrheiten offen und ehrlich anzusprechen. Kein Blatt vor den Mund zu nehmen und schenkt dem Leser eine authentische Geschichte, die sich genau so vor unserer Haustür abspielen könnte.

Mit einer Botschaft, die immens wichtig ist und die ich euch in meinen Worten sowie mit meinen Gedanken mit auf den Weg geben möchte:
Sei du selbst und liebe dich, wie du bist. Und wenn du das nicht kannst, dann hast du jeder Zeit die Chance dich zu verändern.

Dabei ist aber Eines wichitg:
Wenn du etwas verändern willst, dann mache es für dich und NUR für dich. Denn du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

#BLEIBDU #SEIDUSEBST #STEHZUDIR #LIEBEDICHSELBST #SEIEINEPERSÖNLICHKEIT

Mobbing, Zwang und Druck der Gesellschaft und viel mehr solcher wichtigen Themen sollen im Rahmen der BLEIB DU Kampagne von der Netzwerk Agentur Bookmark und von Authors Assistant  beleuchtet werden. Eine Kampagne, die aufwecken soll. Mehr Informationen gibt es auf der dazugehörigen Homepage von Bleib Du.


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