#Werbung: Hospiz – eine Möglichkeit in Würde zu sterben?

Hallo ihr Lieben,

sterben oder der Tod an sich ist allgegenwärtig. Er ist nicht schön, aber alles Leben was beginnt endet irgendwann. Es ist der Kreislauf des Lebens und ich denke, je bewusster wir mit diesem Thema umgehen, desto mehr merkt man, dass man jeden Tag genießen sollte. Denn wir wissen nie, wann es soweit ist. Wann Gevatter Tod an unserer Tür steht und uns einlädt mit ihm zu gehen…

Es kann von heute auf Morgen soweit sein. Ohne Ankündigung. Ohne Anzeichen. Wenn ich ehrlich zu mir selber bin, wünsche ich mir diese Art von sterben. Einschlafen und nicht mehr aufwachen. Ohne Schmerzen. Ohne Qual. Ich glaube, dass wünschen wir uns alle. Aber die Wahrheit, das echte Leben sieht oft anders aus. Leider.

Für mich persönlich ist die Vorstellung in einem Krankenhausbett zu liegen und zu wissen, dass das meine letzten Wochen, Tage oder Stunden sind, schlimm. Denn mit was verbinde ich ein Krankenhaus?

  • Sterilität
  • Fremdheit
  • viele Menschen
  • keine “Wohlfühlumgebung”
  • Hektik
  • keine Rückzugsmöglichkeit

Und das sind nur einige Begriffe, die mir spontan eingefallen sind. Aber welche Möglichkeiten gibt es dann, wenn man weiß, dass man sich irgendwann verabschieden muss?

Durch das Buch “Die letzten Tage der Rabbit Hayes” von Anna McPartlin beschäftigte ich mich das erste Mal mit dem Thema “Hospiz”. Und nun, als ich “Zwischen uns die Wolken” von Hailey J. Romance las, kam mir das Thema wieder in den Sinn. Denn besonders, da sie die Thematik “Sterben zu Hause mit den Menschen, die mir alles bedeuten an meiner Seite” beleuchtet.

Was bedeutet das Wort Hopsiz?

Soviel wie Herberge. Die “Hospiz Bewegung” hat es sich zur Aufgabe gemacht sterbenskranken Menschen auf deren letzten Weg zu begleiten. Dazu gehört auch die Betreuung der Angehörigen in diesen schweren Stunden.

Ein gibt ein wundervolles Zitat, dass die Arbeit und Intensionen eines Hospiz beschreibt:

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. von Cicely Saunders.

Das Leben ist endlich und wenn die Zeit gekommen ist, kann man sich dem nur stellen und für die letzte Zeit das Beste herausholen was geht. Natürlich ist das immer abhängig von der Krankheit, den Krankenzustand und vielen anderen Faktoren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dienste eines Hospiz in Anspruch zu nehmen.

Stationäres Hospiz:

Wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass ein Hospiz kein Krankenhaus oder Pflegeheim ist. Auf der Seite des Hospiz des evangelischen Kirchenberzirks in Leonberg wird es liebevoll als “Ersatz”- zuhause betitelt. Denn man möchte dem Sterbenden die Möglichkeit geben in Würde zu gehen. Dabei gibt es auch immer ein fachliche Betreuung, durch ausgebildete Pflegekräfte und einen Arzt. In den meisten Fällen ist auch eine ärztliche Betreuung durch den Hausarzt möglich.

Welche Leistungen bieten die meisten Hospize an:

  • Schmerztherapien
  • Zeit und auch Räume für Stille
  • Sterbebegleitung
  • persönliche Gespräche, Zuwendeungen für die sterbenskranken Personen und deren Angehörige
  • körperliche Pfelege (ganz auf die Wünsche und Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt)
  • Linderung bei körperlichen Begleiterscheinungen (Bsp. Atemnot, Erbrechen)

ambulanter Hospizdienst:

Viele Betroffenen haben aber auch den Wunsch zu Hause zu sterben. In ihrer gewohnten Umgebung und bei den Menschen, vielleicht auch Tieren, die sie lieben. Oftmals wollen sie auch einfach ihren gewohnten Rythmus beibehalten.

Die meisten ambulanten Hospizdienste versuchen genau dies zu unterstützen. Dabei steht hier nicht die Pflege oder ärztliche Betreuung im Vordergrund. Diese müssen extra organisiert werden. Der Fokus liegt auf:

  • Was kann tröstend wirken?  – gemeinsames Herausfinden
  • Zur Entlastung der Angehörigen werden oftmals “Sitzwachen” angeboten, dass der oder die Angehörige Zeit zum Kraft tanken haben
  • Zuhören. Es gibt oft soviele Fragen, die den Sterbenden und die Angehörigen beschäftigen.
  • Beistand in den Sterbestunden.

Kinder- und Jugendhospiz (-dienste):

Die Arbeit mit Kindern/Jugendlichen, die die Diagnose einer lebensbegrenzenden Erkrankung erhalten haben, beginnt in der Regel nicht erst, wenn das Kind dem Tod nahe steht. Oftmals beginnt sie bereits mit der Diagnoseerstellung. Man möchte gemeinsam mit dem erkrankten Kind, sowie mit den Familienmitgliedern ergründen und herausfinden, was jeder braucht um die verbleibende Zeit (egal wie lange sie sein mag) intensiv gemeinsam zu erleben.

 

Dazu bieten die Hospize auch Trauerbegleitung an. Denn der Schmerz des Verlustes und die Trauer über den Tod des geliebten Menschen tun immer noch weh. Es ändert nichts, dass man sich auf den Tod vorbereiten konnte. Der Schmerz tut weh und daher ist es wichtig, die Trauernden Menschen nicht alleine zu lassen.

Doch wie finanziert sich ein Hospiz?
Ein Teil der Kosten werden durch Krankenkassen & Co gedeckt. Aber das Geld reicht nicht aus um ein adequates Angebot zu stellen. Den Sterbenden das zu ermöglichen, was er sich wünscht. Daher sind die Hospize auf Spenden angewiesen. Viele Firmen und Vereine unterstützen die Hospize, was ich sehr beeindruckend fand. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr wurde mir bewusst, wie oft wir das Thema Tod und sterben verdrängen. Uns keine Gedanken machen, dass es Menschen gibt, die diese Unterstützung benötigen. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die “Festangestellten”. Ich bewundere jeden, der diesen Weg geht. Der Sterbende und Angehörige begleitet, sie unterstützt, Trost spendet und einfach nur da ist. Ich für meinen Teil werde dieses Thema “nicht mehr beiseite” schieben, sondern im Auge behalten und vielleicht kommt dieser Moment indem auch ich einmal helfen kann.

So wie auch Paige ihrer Cousine helfen konnte. Denn sie war an ihrer Seite als diese ihren letzten Atemzug tat. Sie hat ihr die letzten Stunden das geschenkt, was sich Emily ersehnte. Ihre Nähe, ihre Liebe. Einfach nur gemeinsam “sein” nicht mehr und nicht weniger. Emily entschied sich dafür zu Hause zu sterben, an einem Ort an dem sie sich wohl fühlt. Im Kreise der Menschen, die ihr alles bedeuteten.

“Zwischen uns die Wolken” ist eine Geschichte über das Loslassen, über die Trauer, den Verlust, die Liebe und das Leben danach.

Auszug aus meiner Rezension:

“Der Tod lächelt uns all an, das einzige was man machen kann ist zurück lächeln.” von Marcus Aurelius.

Aber was ist, wenn du glaubst nie wieder lächeln zu können? Wenn dich das Leben in die Knie zwingt und du das Gefühl hast, dass dich der Schmerz am Boden gefangen hält? Wirst du dich dem tosenden Sturm, der dich aus der Bahn geworfen hat, stellen? Ihm trotzen und am Ende gewinnen oder wirst du untergehen? Dich von ihm in die dunkelsten Tiefen ziehen lassen?

Findet heraus, welchen Weg Paige gehen wird und ob es ihr gelingen wird Emilys letzten Wunsch zu erfüllen?

Meine ganze Meinung findet ihr hier. Mehr Infos zum Buch gibt es auch.

Quellen:
https://www.kirchenbezirk-leonberg.de/angebote-und-aktivitaeten/hospiz/
Hospiz und Palliativverband BaWü
Hospiz Leonberg
Hospiz Stuttgart

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