Co – Abhängigkeit in Beziehungen

Huhu ihr Lieben,

heute gibt es den Beitrag mal auf meinem Blog, weil es einfach etwas übersichtlicher ist und das Thema nicht nur mir, sondern besonders auch Anastasia sehr am Herzen liegt…

Zunächst möchte ich aber sagen, dass ich keine Psychologin bin und mit diesem Beitrag weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf Darstellung aller wissenschaftlichen Grundlagen habe. Das was ich euch heute präsentiere ist zum einen meine eigene Meinung und Dinge, die ich mir bei Recherche angelesen habe. Ich denke, wie fast immer gibt es eine Bandbreite, wie man Begriffe und zwischenmenschliche Beziehungen interpretieren kann. Aber der Tenor ist für mich ganz klar und auch wichtig:  Eine Beziehung, die auf Co Abhängigkeit aufgebaut ist oder von dieser lebt, ist keine gesunde Beziehung.

Doch wann beginnt Co – Abhängigkeit?!

Folgendes Zitat aus einem Beitrag, finde ich sehr treffend:
“…spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem wir beginnen, uns selbst in Beziehungen zu verlassen, ist nicht mehr die Liebe das Fundament für unsere Beziehungen, sondern Co-Abhängigkeit!”
Quelle: Imgegenteil.de

Und dabei geht es nicht darum, dass man einen gemeinsamen Weg geht und Kompromisse eingeht, sondern die Formen der Beziehung, die in völliger Selbstaufgabe enden. Das bedeutet eher, dass man seinen eigenen freien Willen aufgibt. Seinen eigenen Weg nicht mehr beschreitet und immer die Bestätigung, Liebe und den Zuspruch des Partnerst braucht. Der Glaube an einen selber ist quasi nicht mehr vorhanden und ohne den Rückhalt des Partners, denkt der Co Abhängige i.d.R. dass er nichts wert sei. Doch da eine Beziehung immer aus 2 Personen besteht muss es natürlich den passenden Gegenpart geben. Nämlich denjenigen, der die Kontrolle benötigt oder zumindest die Abhängigkeit des anderen nicht als belastend, sondern eher als angenehm empfindet. Dieser   manipuliert zumeist den anderen und nützt – in meinen Augen – die Abhängigkeit aus. Dazu kommt, dass sie den Gegenüber selten als selbstständiges Individuum respektieren. Es kann aber auch vorkommen, dass eine Person beides verkörpert. Denn man kann – ich denke das wissen wir alle – auch unterschwellig manipulieren. So kann ich mit hilflos stellen um meinen Partner an mich zu binden. Denn wir oft hört man die Aussage “Ich kann mich nicht trennen, denn ohne mich schafft sie/er es nicht.” Natürlich muss man immer differenzieren. Es gibt ja auch emotionale Abhängigkeit und viele andere Ausprägungen, aber wie immer sind die Übergänge fließend.

Doch wie kommt diese emotionale Abhängigkeit zustand und wie zeigt sie sich?!

  • Emotionale Wunden aus der Kindheit aus denen eine emotionale Bedürftigkeit entstanden ist. Bitte hier nicht mit dem Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit verwechseln, was wir eigentlich alle in uns tragen. Bedürftigkeit liegt dann vor, wenn nur diese Bestätigung von Außen uns hilft uns wohlzufühlen.
  • In der Regel haben Personen auch das Problem sich nicht selbst lieben zu können und suchen daher die Bestätigung von Außen.
  • Aus diesen beiden ergibt sich eine Sucht nach Liebe. Dem Zwang, sich immer wieder Bestätigung von Außen zu suchen.
  • Zumeist dominiert auch die Angst verlassen zu werden. Man opfert sich im Zuge dessen lieber selbst oder übernimmt die Kontrolle, nur um diesen Schmerz zu vermeiden.
  • Eifersucht, Besessenheit, Angst vor dem Alleinsein…sind in Extremformen weite Indizien, dass eine Co Abhängigkeit bestehen oder entstehen könnte

Wie verlaufen Beziehungen mit einer Co – Abhängigkeit und wie kann ich aus diesem Verhaltensmuster ausbrechen, wenn ich es mir denn eingestehe?

Der Verlauf ist meist schweirig und schmerzhaft. Insbesondere, wenn der Partner, der in diese Co Abhängigkeit gedrängt wurde irgendwann “aufwacht”. Meist geschieht es dann, wenn er selbst am Boden liegt oder kurz davor ist. Wenn ihm die Kraft ausgeht, den Forderungen (sei es direkt oder indirekt) des Partners nachzukommen. Dies kann auf emotionaler, finanzieller oder gesundheitlicher Ebene geschehen. Eine Kombination aller ist natürlich auch denkbar. Für den CO-Abhängigen kommt dieser Bruch einer Entziehungskur gleich. Es kommt genauso wie bei Drogenabhängigen und Alkoholikern zu Entzugerscheinungen, die schmerzhaft sind.

Es gibt Paare, die versuchen die Beziehung zu retten. Jedoch wird dies ohne fremde Hilfe nie gelingen und meinen Recherchen nach zu urteilen funktioniert dies auch eher nur in den seltensten Fällen.

Ich habe drei tolle Fragen entdeckt, die für mich elementar für den durchaus steinigen Weg aus der Co-Abhängigkeit sind:

  1. Will ich das so?
  2. Kann ich das ändern? (Als Partner eines Suchtkranken – nein!)
  3. Was sind die Konsequenzen daraus?
    (Quelle: Herz-Mut.com)

Aber ganz wichtig ist auch, dass Betroffene lernen sich selbst zu lieben. Denn niemals wirst du das echte Gefühl von Liebe, Akzeptanz und Anerkennung bei dir ankommen, wenn du nicht zulässt dich selbst wert zu schätzen. Sei dir aber Bewusst, dass es sich hier um einen Prozess handlt, der dich Schritt für Schritt deinem Ziel näher bringt. Am besten sucht man sich hierfür professionelle Hilfe, wobei ich diese auch für den Partner des Suchtkranken empfehle. Denn ich denke eine Beziehung dieser Art laugt jeden Part aus. Eine tolle Übersicht findest du auf der Seite From Pain to Power.

Wer denke ich den einen oder anderen Apsekt diesen Beitrages im Kopf behält, wird für sich selber beim Lesen von Ain’t nobody – Befreie mich herausfinden, ob zwischen Anna und Karim eine Co – Abhängigkeit besteht. Ich für meinen Teil verneine dies nach meiner Recherche eindeutig (Okay verneint habe ich es schon vorher, aber nun fühle ich mich zu gefühlten tausend Prozent bestärkt.) Ja zwischen beide besteht eine unglaublich tiefe, bedingungslose Liebe. Eine Liebe, die wir uns alle wünschen und nach der wir uns alle sehnen. Eine Verbindung, die ich jedem Menschen da draußen wünsche. Sie schöpfen beide Kraft aus ihrer Beziehung ohne sich für den anderen aufzugebene. Sie würden sich zwar aufopfern um den anderen zu heilen, aber sich nie selber verlieren.

Nun wünsche ich euch noch einen wunderschönen Abend und freue mich über eure Ansichten, Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema.

Und zum Abschluss einen Minischnipsel:

aus Ain’t nobody – Befreie mich von Anastasia Donavan

Quellennachweis:
– Die Bilder stammen lizenzfrei von Pixabay.com
frompaintopower.de
herz-mut.com
sein.de (für die Vertiefung)

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