Leb doch einfach: und wie mans macht von Eva Jarlsdotter

Facts:
Autorin:            Eva Jarlsdotter und Jeanette Guttenberg
Fotgrafien:       Martin Inger
Illustrationen: Marue Karlsson
erschienen in: Daughter of a King Publishing
Preis:                29,00€
Format:            Hardcover (Großformat)

Cover/Optik:
Schon die Außengestaltung verspricht, was der Inhalt hält. Ein einfacher Bildausschnitt, eine schicke Schritfgestaltung – perfekt. Durch die Formatwahl kommen die Bilder und Skizzen sehr schön zur geltung.

Innengestaltung:
In diesem Fall ist es für mich wichtig, die Innengestaltung zu erwähnen. Die Bilder wirken echt, realistisch. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie extrem gestellt sind. Wir sehen Chaos – wir sehen Ordnung. Passend zum jeweiligen Text. Wir finden tolle Skizzen und schöne Übersichten. Die Kapiteleinteilungen sind toll, nicht zu groß. Es macht Spaß es einfach durchzublättern, aber auch sich intensiver damit zu beschäftigen. Es wirkt auch von der Optik nicht wie der klassiche Ratgeber, sondern hat Charme und Charakter. Passend zum Lean@Home Konzept, dass auch jeder auf sich selber “zuschneidern” kann.

Vom Inhalt selber möchte ich nicht zuviel vorne weg nehmen, daher gibt es eher meine Meinung zum Konzept und was dahinter steht.

“Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.” von Albert Schweitzer.

Ich finde dieses Zitat trifft den Nagel auf den Kopf. Denn genau das hat das Lean@Home Konzept mit mir gemacht. Es regte mich an unsere Tagesabläufe zu hinterfragen, obwohl sie funktionierten. Nur wie?! Solange Dinge “rund laufen” neigen wir doch dazu, sie nicht in Frage zu stellen. Aber könnten sie nicht noch besser laufen? Wäre es nicht fabelhaft, wenn wir funktionierende Prozesse noch weiter optimieren könnten?! Noch mehr Zeit zu haben für die Dinge, denen man selber eine hohe Priorität im Leben einräumt?

Betrachten wir nur einmal die Unternehmen – dann würden wir das mit “Ja” beantworten. Wir sind darauf aus immer alles zu verbessern, zu optimieren. Wir müssen im Berufsalltag agil bleiben, offen für Veränderungen sein. Wieso dann nicht auch zu Hause?!

Mit klaren und einfachen Worten gelingt es den Autorinnen in “Leb’ doch einfach: Und wie mans macht” einem die Augen zu öffnen. Bereits auf den ersten Seiten machte es “Bling bling” in meinem Kopf und tausende von Lichtern gingen an. Genau das, was man braucht. Denn haben wir nicht alle die Ratgeber satt, die einem vorschreiben wollen, wie und warum man etwas ändern sollte. Die einem einen Weg vorzimmern und davon überzeugt sind, dass nur dieser der “einzig wahre richtige” ist?! Wenn ihr das bejaht, dann müsst ihr dieses Buch lesen.

Die Autorinnen geben einem Handwerkszeug mit auf den Weg, das es dem Leser ermöglicht seinen eigenen Alltag zu hinterfragen und neu zu strukturieren. Mit Bildern und sogenannten “Lebensberichten” einer Familie in Schweden, aber auch mit Skizzen und Graphiken wird dem Leser anschaulicht das Konzept hinter Lean@Home vorgestellt. Man stellt dem Leser einen Topf prall gefüllt mit verschiedenen Ideen, Werkzeugen und Wegrichtungen zur Verfügung aus dem sich jeder das heraussuchen kann, was einen überzeugt und für einen das Richtige ist. Man kann es sich in etwa wie eine riesen Schüssel voll Süßigkeiten oder Obst vorstellen. Für jeden ist etwas dabei und es ist egal, ob es sich hierbei um einen Single oder Zweimannhaushalt handelt. Ob man das System in einer WG oder einer Familie anwenden will. Mich konnten die Autorinnen davon überzeugen, dass wirklich für jeden etwa dabei ist, was er nutzen kann.

Dazu gibt es im Laufe des Buches auch immer wieder Informationen über die Herkunft des Lean@Home Konzepts. Informativ und auf den Punkt gebracht, aber nicht ermüdend oder langweilig. Auch hier finden die Autorinnen genau das richtige Maß um den Leser neugierig zu machen und ihn dazu zu bringen weiter zu blättern. Denn bereits am Anfang ist die Neugierde geweckt und wenn man sich wirklich mit diesem Thema beschätigt, beginnt man auch ganz schnell sich selbst zu hinterfragen. Ich würde sagen – Ziel erreicht.

Mein Gesamteindruck:
Wie bereits bei der Innengestaltung erwähnt gibt es einen bunten Mix aus Bildern, Texten und Graphiken. Alles spricht für sich und das Ganze wirkt erfrischend, neu und einfach inspirierend. In meinen Augen sind die Texte, sowie die Gestaltung perfekt aufeinander abgestimmt, so dass es weder langweilig noch zäh wird. Ich bin von Anfang bis Ende begeistert und empfehle jedem dieses Buch, der einfach das Gefühl hat, dass er gerne etwas ändern würde. Selbst wenn man noch nicht genau weiß was, bin ich davon überzeugt, dass man mit dem lean@home Konzept einiges nach eigenen Vorstellungen, Wünschen und Zielen verändern kann, wenn man bereit dazu ist sich selbst und seine Abläufe zu hinterfragen. Selbst meine Familie ist von diesem Konzept überzeugt und wir haben bereits ein paar Dinge umgesetzt.

Wenn ihr mehr über den Praxistest erfahren wollt, dann schaut hier vorbei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.